Der Garten, wie ihn die Natur gedacht hat.
Wir bekommen oft die Frage: Warum wächst Gras und „Unkraut“ zwischen den Bäumen und Sträuchern und warum wird es nicht gemäht oder entfernt? Gras und „Unkraut“ (das eigentlich wilde Pflanzen sind) lassen wir bewusst zwischen den Bäumen und Sträuchern wachsen. Das hat mehrere Vorteile. Zunächst sorgen diese Pflanzen für einen gesünderen Boden. Ihre Wurzeln halten den Boden locker, verbessern die Wasseraufnahme und verhindern, dass er austrocknet oder weggespült wird. Die Wege im Park werden jedoch sehr wohl gepflegt und regelmäßig gemäht. So bleibt der Park gut zugänglich für Besucher, während gleichzeitig rund um die Wege sowie unter den Bäumen und Sträuchern Raum für eine natürlichere Entwicklung der Vegetation bleibt. Darüber hinaus erhöhen diese Pflanzen die Biodiversität. Viele Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer sind auf diese Pflanzen als Nahrungsquelle und Unterschlupf angewiesen. Diese Insekten ziehen wiederum Vögel und andere Tiere an, wodurch das gesamte Ökosystem gestärkt wird. Außerdem schützen diese Pflanzen den Boden vor extremer Hitze und Kälte. Ein kahler, kurz gemähter Boden erwärmt sich schneller und trocknet schneller aus, während eine natürliche Vegetationsdecke für Kühlung und bessere Feuchtigkeitsspeicherung sorgt. Nicht zuletzt führt weniger Mähen und Jäten zu einer geringeren Störung des Bodenlebens. Im Boden lebt eine enorme Vielfalt an Organismen, die für das gesunde Wachstum von Bäumen und Sträuchern unerlässlich sind – und diese möchte man so wenig wie möglich beeinträchtigen. Kurz gesagt: Was wie „Unkraut“ aussieht, ist in Wirklichkeit ein wichtiger Bestandteil eines gesunden und lebendigen Grünraums.
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